Vor der Operation

  • Falls Sie erstmalig in unsere Ordination kommen oder Ihr letzter Besuch bei uns schon längere Zeit zurückliegt, bitten wir Sie, ein „Anamneseblatt“ auszufüllen. Neben allgemeinen Daten (Name, Adresse, Versicherung etc.) werden auch etwaige Erkrankungen abgefragt, außerdem Allergien, frühere Operationen und Medikamente, die Ihnen verordnet wurden, etc.. Bringen Sie bitte eine Liste der Medikamente mit, die Sie regelmäßig einnehmen, gegebenenfalls auch Ihren Allergiepass oder Marcoumarausweis. Diese Informationen über Ihren Gesundheitszustand erleichtern es uns, mögliche Operationsrisiken rechtzeitig abschätzen zu können und schon im Vorfeld darauf zu reagieren. Das Formular können sie auch bereits vorab als PDF-Dokument downloaden, in aller Ruhe zu Hause ausfüllen und zum vereinbarten Termin mitbringen.
  • Bitte nehmen Sie Ihre Überweisung und gegebenenfalls Röntgenbilder mit.
  • Sie sollten nicht mit leerem Magen zu uns kommen. Einerseits ist die Kreislaufsituation stabiler, wenn sie vor der Operation gegessen haben, andererseits sollten Sie nach dem Eingriff mindestens zwei Stunden lang nicht essen.
  • Wenn möglich nehmen Sie eine Begleitperson mit. Nach dem operativen Eingriff sollten Sie nicht selbst Autofahren. Die Reaktionsfähigkeit im Verkehr ist herabgesetzt.

 

Verhalten nach der Operation

Diese Hinweise sollen Ihnen die Zeit nach der Operation erleichtern und zu einer ungestörten Wundheilung beitragen.

  • Beißen Sie etwa eine halbe Stunde lang auf den eingelegten Tupfer, dadurch können Nachlutungen vermieden werden.
  • Häufig kommt es nach der Operation zu einer Gesichtsschwellung. Diese nimmt an den ersten beiden Folgetagen sogar zu und ist morgens meist stärker ausgeprägt als abends. Den betroffenen Kieferbereich können Sie mit kalten Umschlägen kühlen – allerdings bitte nie Eis oder Cool-Packs direkt auf die Haut legen, sondern in ein Tuch einwickeln, um Kälteschäden auf der Haut zu vermeiden.
  • Vermeiden Sie Wärme (keine Schals, keine Sauna, kein Solarium!)
  • Nach Abklingen der Spritzenwirkung treten häufig Schmerzen im Wundgebiet auf. Sie können bei Bedarf Schmerzmittel einnehmen, die wir Ihnen verschreiben. Wir empfehlen Ihnen, die erste Tablette schon vor dem Abklingen der örtlichen Betäubung einzunehmen. Nehmen die Schmerzen jedoch im Laufe der nächsten Tage zu, sollten Sie zu einer Nachbehandlung kommen.
  • Eine erschwerte Mundöffnung kann auftreten. Das ist normal. Sie sollten aber das Mundöffnen wieder üben. Keine Sorge: die Nähte werden dabei nicht aufgehen.
  • Achten Sie auf sorgfältige Mundpflege: In den ersten 24 Stunden sollten Sie keine Mundspülungen durchführen, dies regt Nachblutungen an. Sie sollten auch nicht häufig ausspucken. Am folgenden Tag führen Sie die Zahnpflege wie üblich unter Schonung des Wundgebietes aus, am besten mit einer weichen Handzahnbürste. In der ersten Woche sollten Sie jedoch keine Munddusche benutzen.
  • Essen und trinken Sie bitte erst, wenn die Wirkung der Betäubungsspritze vollständig abgeklungen ist. Dadurch vermeiden Sie Verletzungen, z.B. Bisse in die Wangenschleimhaut, die Sie durch die Spritzenwirkung zunächst nicht bemerken würden. In den ersten Tagen nach der Operation ist weiche und nicht zu warme Kost am besten geeignet – bitte keine feste, scharfkantige Kost (keine Kekse etc.)
  • Rauchen Sie drei Tage nach der Operation nicht und trinken Sie keine alkoholischen oder kohlensäurehaltigen Getränke, keinen starken Kaffee! (die Wärme des Kaffees in Verbindung mit dem blutdrucksteigernden Ekkekt des Coffeins könnte Nachblutungen fördern)
  • Gönnen Sie Ihrem Körper etwas Ruhe und Erholung! Verzichten Sie 1 Woche auf sportliche Betätigung mit hoher körperlicher Belastung!
  • Sollte es erneut aus der Wunde bluten, legen Sie ein zusammengefaltetes Stofftaschentuch (kein Papiertaschentuch) auf die Wunde und beißen 30 Minuten so zu, dass der Stoff auf die Wunde gedrückt wird. Wenn die Blutung nicht zum Stillstand kommt, ist ärztliche Hilfe erforderlich. In keinem Fall spülen oder fortgesetzt ausspucken.
  • In der Regel erfolgt die Nahtentfernung ein bis zwei Wochen nach dem Eingriff.

Bitte rufen Sie uns bei Unklarheiten an! Wir wünschen Ihnen gute Besserung!

SOS-Tipps

  • Unsere Erste-Hilfe-Tipps für den Notfall
    • Bei anhaltenden Nachblutungen, starken Schmerzzuständen oder Fieber über 38ºC rufen Sie mich bitte an (0676 / 4201860) oder suchen Sie eine Spezialambulanz auf z.B.
    • Abteilung für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie am AKh-Linz, Kepler Universitätsklinikum Med Campus III (Krankenhausstr. 9, Bau B, Erdgeschoss, Tel.+43 5 7680 83 2114)
    • Klinikum der Kreuzschwestern Wels, (Grieskirchner Straße 42, Tel. 07242 / 415 – 2285).

    Bei einer Nachblutung nach einer Zahnentfernung

    • Vermeiden Sie in diesem Fall Mundspülungen und häufiges Ausspucken, dadurch werden weitere Blutungen angeregt.
    • Formen Sie einen Tupfer aus einem sauberen Baumwoll-Taschentuch (möglichst kein Einmal-Taschentuch verwenden), legen Sie ihn auf die Wunde und beißen Sie vorsichtig eine halbe bis eine Stunde darauf. Allein durch den Druck kommt es meist zum Stillstand der Blutung. Zusätzlich legen Sie Eis- eingewickelt in ein Handtuch!- auf die Wange.
    • Hört die Blutung nicht auf, rufen Sie uns umgehend an bzw. wenden Sie sich an eine der oben angegebenen Spezialambulanzen.

    Starke, pochende und nachts zunehmende Schmerzen,

    • Grundsätzlich ist das Auftreten von Schmerzen nach Abklingen der Spritzenwirkung völlig normal. Die Schmerzen sollten aber mit den verordneten Schmerzmitteln besser erträglich werden. Schmerzen, die mit normalen Schmerzmitteln nicht mehr gelindert werden können, können auf eine Entzündung hinweisen und sollten sofort behandelt werden.
    • Rufen Sie uns an bzw. wenden Sie sich an eine der oben angegebenen Spezialambulanzen

    Wundheilungsstörungen

    • Tage oder Wochen nach dem Eingriff besteht die Möglichkeit einer Wundheilungsstörung bzw. einer Wundinfektion. Hauptsymptome sind eine neuerlich auftretende Schwellung, Schluckbeschwerden oder ein unangenehmer, eitrig-fauliger Geschmack. Eventuell kommt es zum Austritt von Eiter aus der Wunde.
    • Rufen Sie uns auch in diesem Fall an bzw. wenden Sie sich an eine der oben angegebenen Spezialambulanzen